Figurtyp-Rechner — Maße eingeben, Körperform bestimmen

Gib Brust-, Taillen- und Hüftumfang ein. Der Rechner vergleicht die drei Werte und nennt dir deine Körperform — Sanduhr, Birne, Apfel, Rechteck oder V-Form — samt Begründung in Prozent. Nichts wird gespeichert, alles läuft in deinem Browser.

Miss über der Unterwäsche, waagerecht und ohne einzuziehen. Die Anleitung steht unten.

So misst du richtig

  1. Über der Unterwäsche messenMiss auf der Haut oder über dünner Unterwäsche, nicht über Pullover oder Jeans. Jede Stofflage verfälscht das Ergebnis um mehrere Zentimeter.
  2. Brustumfang an der stärksten StelleLeg das Maßband waagerecht um die vollste Stelle der Brust und führe es hinten auf gleicher Höhe herum. Nicht die Unterbrustweite messen — die gehört zur BH-Größe, nicht zur Körperform.
  3. Taille an der schmalsten StelleDie natürliche Taille liegt meist zwei bis drei Fingerbreit über dem Bauchnabel. Wenn du dich zur Seite neigst, entsteht dort die Falte.
  4. Hüfte an der breitesten StelleMiss dort, wo das Gesäß am weitesten ausladet, meist rund 20 Zentimeter unterhalb der Taille. Füße geschlossen halten.
  5. Nicht einziehen, locker atmenDas Maßband soll anliegen, ohne einzuschnüren. Bauch einziehen verschiebt die Taille um bis zu vier Zentimeter und kippt das Ergebnis.

Die fünf Körperformen

Entscheidend sind nicht die absoluten Zentimeter, sondern das Verhältnis der drei Maße zueinander. Eine Frau mit 84-64-90 und eine mit 104-84-110 können dieselbe Form haben.

FormMerkmalVerbreitung
SanduhrBrust und Hüfte etwa gleich breit, Taille deutlich schmalerca. 8 %
BirneHüfte breiter als Brust, Taille sichtbarca. 20 %
ApfelKörpermitte am breitesten, Taille wenig abgesetztca. 14 %
RechteckBrust, Taille und Hüfte ähnlich breitca. 46 %
V-FormBrust und Schultern breiter als die Hüfteca. 12 %

Die Verbreitungswerte stammen aus einer Untersuchung der North Carolina State University, die mit der Methode „Female Figure Identification Technique" über 6.000 Frauen vermaß. Bemerkenswert daran: Die Sanduhr, an der sich die meisten Styling-Ratgeber orientieren, ist mit rund 8 Prozent die seltenste Form — das häufigste Ergebnis ist mit Abstand das Rechteck.

Wie der Rechner entscheidet

Die Zuordnung folgt vier Vergleichen, in dieser Reihenfolge:

Die Fünf-Prozent-Schwelle verhindert, dass zwei Zentimeter Unterschied bereits eine andere Form ergeben. Liegt dein Wert knapp an einer Grenze, nennt dir das Ergebnis den genauen Abstand — dann lohnt der Blick in beide Beschreibungen.

Zwei Beispiele

90 – 74 – 98: Die Hüfte ist rund 9 Prozent breiter als die Brust, die Taille liegt klar darunter. Ergebnis: Birne. Styling-Logik: Volumen und Aufmerksamkeit nach oben holen, die Hüfte ruhig halten.

96 – 88 – 97: Brust und Hüfte sind fast gleich, die Taille erreicht aber 91 Prozent der Brust. Ergebnis: Rechteck, nicht Sanduhr — die Taille ist zu wenig abgesetzt. Styling-Logik: eine Taille erzeugen, etwa mit Gürtel oder Taillennaht.

Was die Körperform für deine Kleidung bedeutet

Die Form sagt dir, wo Volumen ausgleicht und wo es verstärkt. Sie ersetzt keine Anprobe, spart aber die meisten Fehlkäufe. Diese Guides gehen für einzelne Kleidungsstücke ins Detail:

Körperform ist nicht Körperlinie

Der Rechner misst Umfänge. Er sagt nichts über Knochenbau, Gesichtszüge und die Gesamtwirkung deiner Silhouette — das ist die Körperlinie, im Kibbe-System beschrieben. Zwei Frauen mit denselben Maßen können völlig verschiedene Schnitte brauchen, weil die eine fein und kompakt gebaut ist und die andere lang und kantig.

Häufige Fragen zum Figurtyp

Wie berechne ich meinen Figurtyp?

Du brauchst drei Maße: Brust, Taille und Hüfte. Entscheidend sind nicht die absoluten Zentimeter, sondern ihr Verhältnis zueinander. Der Rechner vergleicht Brust und Hüfte miteinander und setzt die Taille ins Verhältnis zum größeren der beiden Werte — daraus ergibt sich Sanduhr, Birne, Apfel, Rechteck oder V-Form.

Welche Körperform ist die häufigste?

Das Rechteck. Eine Untersuchung der North Carolina State University mit über 6.000 Frauen ordnete rund 46 Prozent dem Rechteck zu, etwa 20 Prozent der Birne, 14 Prozent dem Apfel und 12 Prozent der V-Form. Die Sanduhr, an der sich die meisten Styling-Tipps orientieren, war mit rund 8 Prozent die seltenste Form.

Wo genau messe ich die Taille?

An der schmalsten Stelle des Oberkörpers, meist zwei bis drei Fingerbreit über dem Bauchnabel. Ein einfacher Test: Neige dich zur Seite — dort, wo die Falte entsteht, liegt die natürliche Taille. Nicht am Hosenbund messen, der sitzt bei den meisten Hosen tiefer.

Ändert sich meine Körperform mit dem Gewicht?

Meist nicht grundlegend. Gewicht verändert die Fülle, das Verhältnis von Schultern, Taille und Hüfte bleibt weitgehend erhalten. Eine Birne bleibt also in der Regel eine Birne, auch wenn sich die absoluten Maße verschieben.

Was mache ich, wenn zwei Formen gleich plausibel wirken?

Das passiert an den Grenzen. Der Rechner nennt dir neben dem Ergebnis auch die Abstände in Prozent — liegt ein Wert nahe an der Grenze, lies beide Beschreibungen und entscheide vor dem Spiegel, welche Seite deine Silhouette stärker prägt.

Sind Körperform und Kibbe-Typ dasselbe?

Nein. Die Körperform beschreibt das Verhältnis von Umfängen, der Kibbe-Typ die Knochenstruktur und die Linien deines gesamten Erscheinungsbildes. Zwei Frauen mit identischen Maßen können unterschiedliche Kibbe-Typen sein, weil Knochenbau und Gesichtszüge verschieden sind.

Brauche ich für den Rechner eine fremde Hilfe?

Nicht zwingend, aber es ist genauer. Allein gemessen rutscht das Maßband am Rücken leicht nach oben, was den Brustumfang zu klein ausfallen lässt. Ein Spiegel hilft, das Band waagerecht zu halten.

Werden meine Maße gespeichert?

Nein. Die Berechnung läuft vollständig in deinem Browser. Es werden keine Maße übertragen, gespeichert oder ausgewertet — schließe die Seite, und die Zahlen sind weg.

Funktioniert der Rechner auch mit Zoll?

Er rechnet mit Zentimetern. Wenn du in Zoll misst, multipliziere deine Werte mit 2,54. Da nur das Verhältnis der drei Zahlen zählt, kannst du alternativ auch alle drei Werte in Zoll eingeben — das Ergebnis bleibt gleich.

Was bringt mir die Körperform beim Einkaufen?

Sie sagt dir, wo Volumen guttut und wo es stört. Eine Birne gleicht mit Volumen oben aus, eine V-Form mit Volumen unten, ein Rechteck gewinnt durch eine markierte Taille. Das reduziert Fehlkäufe, ersetzt aber keine Anprobe.

Gilt der Rechner auch für Männer?

Die Systematik funktioniert, die Verteilung unterscheidet sich aber deutlich — V-Form und Rechteck sind bei Männern die häufigsten Formen. Die Styling-Empfehlungen auf dieser Seite sind auf Damenmode ausgerichtet.

Wie genau ist so eine Berechnung?

So genau wie deine Maße. Zwei Zentimeter Unterschied an der Taille können an der Grenze zwischen Rechteck und Sanduhr den Ausschlag geben. Miss deshalb zweimal und nimm den Mittelwert, wenn die Werte auseinanderliegen.

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